Posts

Ferien während der Chemotherapie: was wirklich funktioniert

Bild
  Ferien während der Chemo. Klingt nach einem Widerspruch. Ist es auch, ein bisschen. Und trotzdem war es für mich wichtig. Nicht weil ich Ferien brauchte im klassischen Sinn, ich wollte einfach ein bisschen Normalität. Ein Stück Leben das sich nicht nach Krankheit anfühlte. Ich erzähle dir von meinen Erfahrungen, von dem was für mich nicht funktioniert hat, von dem was gut war, und was ich dir heute raten würde. Was nicht funktioniert hat: Der Camper Wir haben es versucht. Mit unserem kleinen Camper, voller guter Absichten. Es hat nicht geklappt. Zu wenig Platz, zu viel Arbeit. Duschen und Toilettengänge auf dem Campingplatz, jedes Mal eine kleine Expedition wenn die Energie fehlt. Kochen auf engstem Raum, extrem anstrengend. Ausflüge nur zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Das war schlicht zu viel. Wir haben den Plan geändert. Und das war die richtige Entscheidung. Was gut funktioniert hat: Das Airbnb Wir haben eine kleine Ferienwohnung gebucht. Eigene Küche, eigenes Bad, eig...

Warum ich eine Begleitgruppe für Frauen nach Krebs gegründet habe?

Bild
Warum ich eine Begleitgruppe für Frauen nach Krebs gegründet habe? Als meine Therapie zu Ende war, haben alle aufgeatmet. Die Familie, die Freunde, meine Onkologin und auch der Hausarzt. Endlich, es ist geschafft, der Krebs ist besiegt. Nur ich nicht.  Denn genau in diesem Moment, wo alle dachten es sei vorbei, fing für mich etwas an. Eine Stille, die sich falsch anfühlte, ein Alltag der wieder funktionieren sollte, aber irgendwie nicht mehr zu mir passte. Fragen die niemand stellte, weil alle froh waren dass es vorbei war. Wie lebe ich jetzt weiter? Was bleibt von dieser Erfahrung? Wer bin ich nach dieser herausfordernden Zeit? Ich hatte niemanden der diese Fragen mit mir ausgehalten hätte. Nicht weil die Menschen in meinem Leben nicht liebevoll gewesen wären und sich nicht um mich gesorgt haben, sondern weil sie es schlicht nicht kannten, nicht kennen konnten. Was ich mir damals gewünscht hätte:  Einen Raum, einen geschützten, ruhigen Raum mit Menschen die verstehen, wovon ...

Was mir während der Chemotherapie wirklich geholfen hat

Bild
Du liegst im Bett und weisst nicht ob die Übelkeit schlimmer ist oder die Erschöpfung. Du schaust an die Decke und fragst dich, wie du das durchhalten sollst. Einen Tag nach dem anderen. Ich kenne dieses Gefühl. Nicht nur als Coach, sondern weil ich selbst dort war. Und weil ich damals so froh gewesen wäre, wenn mir jemand ganz konkret gesagt hätte: Das hilft. Das nicht. Das hat mir bei mir funktioniert. Genau das ist diese Liste. Keine medizinischen Ratschläge, keine Heilversprechen. Nur das, was mir persönlich durch diese Zeit geholfen hat. Vielleicht findest du hier etwas, das auch dir hilft. Du kennst deinen Körper am besten, vertrau ihm. Mund und Schleimhäute schonen Herkömmliche Zahnpasta kann die empfindlichen Schleimhäute reizen. Ich habe auf sanfte Produkte ohne Menthol und Sodium Lauryl Sulfat gewechselt. Zimmerwarm trinken statt heiss oder eiskalt. Weiche Zahnbürste, sanft putzen, lieber öfter als mit Druck. Bei Entzündungen hat mir Salbei- oder Kamillentee zum Ausspülen...

Du willst helfen, aber weisst nicht wie

Bild
Du weisst nicht, was du sagen sollst. Du willst da sein, aber irgendwie fühlt sich alles falsch an. Zu viel. Zu wenig. Zu aufgesetzt. Und dieses hilflose Gefühl, das dich beschleicht, wenn du ans Telefon gehst oder vor der Haustür stehst, das kennen fast alle, die jemanden begleiten, der Krebs hat. Ich kenne es auch. Nicht nur als Coach, sondern weil ich selbst betroffen war. Und weil mir Menschen nahestanden, die genau so gefühlt haben wie du gerade. Das Gute: Du musst das nicht perfekt machen. Du musst nur ein paar Dinge wissen. Was wirklich hilft Konkret sein. Nicht "melde dich, wenn du etwas brauchst." Das klingt nett, aber es kommt nie jemand. Die Energie, Hilfe zu organisieren, hat die betroffene Person oft einfach nicht. Besser: "Ich gehe morgen einkaufen, soll ich etwas mitbringen?" Oder: "Darf ich dich zur Chemo begleiten?" Ein konkretes Angebot kann angenommen werden. Ein offenes nicht. Zuhören, ohne zu raten. "Wie geht es dir heute ger...